Ihr Lieben! 💚 Heute möchten wir Euch auf ein Thema aufmerksam machen, das uns besonders am Herzen liegt: Depressionen und Ängste bei Kindern und Jugendlichen.

Experten gehen davon aus, dass rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen auf die Pandemie mit negativem Stress und Verhaltensänderungen reagiert. Diese ständige Belastung, diese Unsicherheit, die wir wohl alle verspüren, gräbt sich tief. So tief, das Kinder und Jugendliche nicht sofort davon erzählen. Viele der Kids, die jetzt an Ängsten und Depressionen erkranken, waren schon vor der Pandemie belastet. Doch jetzt, mit all den Einschränkungen einer Pandemie, kumulieren die Probleme, sie häufen und verstärken sich also. 😔 

Wir haben im Lächelwerk selbst erlebt, dass es weit mehr Kinder und Jugendliche in akuten Krisen – die zum Beispiel Suizidabsichten äußern – gibt. Durch den Wegfall von Strukturen und Hilfen verschärfen sich ihre Probleme, sie wissen nicht, wohin sie sich wenden können, Ängste manifestieren sich. Vermehrt werden dann stationäre Aufnahmen in den intensiv-psychologischen Bereich notwendig, gerade bei akuter Suizidgefährdung.
Doch Psychiatrien im Jugendbereich haben seit Januar einen zusätzlichen Ansturm erlebt; im niedergelassenen psychologischen Bereich sind kaum Plätze frei. Dementsprechend gibt es ein großes Problem, intervenieren zu können, weil das System schlicht fast ausgereizt ist. Psychologen und Kliniken arbeiten an ihrer absoluten Belastungsgrenze.

Durch alle Altersschichten hindurch gibt es laut Studien eine deutliche Zunahme von zum Beispiel Angst- und Zwangs-, Schlaf- und Essstörungen und selbstverletzendem Verhalten. Es gibt auch viel mehr länger anhaltende Suizidkrisen. Die am härtesten betroffene Schicht ist hier klar die Jugend – hier ist die Warteliste für Therapieplätze sehr lang. Sie kämpfen mit zahlreichen Ängsten, fühlen sich auch verantwortlich, etwa für die Gesundheit der Großeltern.
Auch die Verbreitung von Verschwörungserzählungen, Halbwahrheiten und Unwissenheit macht sehr viel mit Kindern und Jugendlichen! Der Medienkonsum ist ebenfalls ein Problem: Er steigt und Kids verlieren ihre Tagesstruktur, zum Teil vereinsamen sie.

Ganz, ganz wichtig zu erwähnen: Rund zwei Drittel der Kinder Jugendlichen kommt unbeschadet durch die Krise! Sie reagieren flexibel, solidarisch und stützen sich gegenseitig. Etwa jedes fünfte Kind ist betroffen, bei etwa 15 Prozent fehlt die psychologische Behandlung, die nötig wäre. Noch sind nicht alle Folgen für die Entwicklung der Persönlichkeit eines jungen Menschen zu sehen: Experten sprechen von einem möglichen “Long-Covid-Syndrom”.

Also, liebe Freunde: Achtet auf alle Eure Mitmenschen, auf die Kinder und Jugendlichen – haben wir alle ein offenes Ohr füreinander, für Sorgen, Ängste und Nöte. Scheut Euch nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, schaut zum Beispiel unter www.familienunterdruck.de vorbei.

Zeigt Zuversicht, auch wenn es manchmal schwerfällt. Wir sind bei Euch. 💚