Jeder von uns, jeder einzelne, durchlebt Momente des Zweifelns, gar der Verzweiflung. (Ver)zweifelt an sich selbst, (ver)zweifelt an seinem Leben, (ver)zweifelt an der Liebe seiner Liebsten, (ver)zweifelt an der Welt. Gerade in dieser Zeit – zu Weihnachten, zu Neujahr – in der gefühlt alles um einen herum leuchtet, liebt, spüren viele Menschen die Traurigkeit, die Dunkelheit im Inneren besonders.

Viele Menschen ziehen zum Jahresende eine Bilanz ihres Jahres, bewerten ihr Leben.

Bedeute ich jemandem etwas?
Werde ich geliebt? Liebe ich?
Habe ich meine Träume verwirklicht?
Wie geht es weiter?

Viele Kinder, viele Jugendliche, viele ihrer Eltern sprechen in dieser Zeit mit uns über ihre Gedanken. Einige sind nicht nur am Zweifeln. Sie sind verzweifelt. Wissen nicht mehr weiter. Denken daran, ihr Leben zu beenden. Manche von ihnen reden nicht darüber, tun vor anderen, als sei alles „ganz normal“, verzweifeln aber im Inneren und entscheiden sich für einen Suizid. Leise.

Uns ist einfach wichtig zu sagen: Bitte achtet aufeinander. Bitte sprecht miteinander. Fragt einander, wie es geht, wie es läuft im Leben. Hört zu. Seht den anderen, mit den Augen, mit den Herzen. Holt Hilfe, wenn nötig. Das Leben schenkt so viel, auch wenn es so viel nehmen kann. Füllt Euer Leben mit Leben. Es ist es wert. Es ist es wert, nach Lösungen zu suchen.

Ihr seid nicht allein. Du bist nicht allein.