Carla

Unser starkes Murmelchen, Mama, Papa und die große Schwester haben mal wieder eine heftige Achterbahnfahrt hinter sich. Die Freude war riesengroß, als die Krankenkasse die Kosten für das Medikament Zolgensma übernommen hat. Das wohl teuerste Arzneimittel der Welt für rund 1,9 Millionen Euro. Aber wohl auch das einzige Arzneimittel der Welt, was Carla bei ihrer schweren Spinalen Muskelatrophie (SMA; meist tödlich verlaufende Muskelschwund-Erkrankung) helfen kann. Mit einer einzigen Spritze.

Nach der Freude der Schock. Einen Tag nach der Verabreichung bekommt Carla immensen Bluthochdruck, ihre Nieren beginnen zu versagen. Sie vegetiert, kann nicht sprechen, reagiert nicht mehr. Alle haben große Angst, dass Carla stirbt, alle bangen um das freundliche, aufgeschlossene, kluge Mädchen. Die Mama, die immer das Beste für ihre Töchter gibt, wie eine Löwin für sie kämpft, macht sich große Vorwürfe: War die Entscheidung für Zolgensma richtig? Auch der Papa, der im Rettungsdienst selbst Leben rettet und stahlharte Nerven hat, ist fix und fertig.

Dann Erleichterung! Nach ein paar Tagen wandelt sich die Furcht in pure, ehrliche, den ganzen Körper durchströmende Freude. Durchatmen. Es geht bergauf mit der kleinen Maus. Ihr geht‘s nicht nur besser, sondern nach nur drei Wochen im Klinikum in Hannover richtig gut! Und, ein Wunder: Carla kann stehen! Vorher ist sie einfach umgefallen, konnte sich nicht auf ihren eigenen Beinen halten. Dazu fängt sie an, Treppen zu steigen – undenkbar noch vor wenigen Wochen!

Diese wundervolle Nachricht haut uns einfach von den Socken. Die Ärzte, Schwestern, Pfleger und das ganze Team haben eine herausragende Arbeit geleistet. Die gesamte wunderbare Familie, die Carla all ihre Liebe schenkt, ist superhappy.
Carlas Geschichte zeigt: Die Therapie wirkt. Das von Eltern kranker Kinder so lang ersehnte Medikament Zolgensma wirkt. Die Kosten, die Mühe, die Sorgen, die Hoffnung waren nicht umsonst. Carla lebt. Carla geht‘s gut. Carla geht es besser denn je. 💚